
Akrobatisch: Michael Weihrauch zeichnet
viele Stärken aus. Der Aschbacher wurde daher auch zum besten
Mittelfeldspieler in der Kreisliga A gewählt.
Er ist enorm laufstark, verfügt über eine sehr gute
Technik und ist zudem noch torgefährlich, was seine 23 Treffer in der
vergangenen Runde unter Beweis stellen. Für den TSV Aschbach ist Michael
Weihrauch nicht nur deshalb ein "unheimlich wichtiger Spieler", wie sein
Trainer Udo Flächsenhaar unterstreicht. Auch die Trainer und Funktionäre
der Vereine in der Fußball-Kreisliga A wissen sein Können zu würdigen
und haben ihn deshalb zum besten offensiven Mittelfeldspieler in der
vergangenen Runde gewählt.
Treue zum Heimatverein
Michael Weihrauch ist ein waschechter Aschbacher.
Keine Frage, dass er beim TSV alle Jugendmannschaften durchlaufen hat
und seinem Heimatverein die Treue hält, seit er zu den Senioren
hinzugestoßen ist. "Ich fühle mich beim TSV rundum wohl und verstehe
mich mit jedem Mitspieler sehr gut. Warum sollte ich da wegen ein paar
Euro zu einem anderen Verein gehen? Das muss nicht sein", begründet das
bodenständige Mittelfeld-Ass seine Verbundenheit mit dem TSV.
Der Höhepunkt in seiner bisherigen Fußballerlaufbahn
war der Aufstieg vor drei Jahren in die heutige Kreisoberliga unter dem
damaligen Trainer Karl-Heinz Kneißl. "Das war schon eine tolle Sache",
erinnert sich der 27-jährige Zimmerer, der zwar noch ledig, aber schon
vergeben ist, gerne an die Feierlichkeiten.
In der vergangenen Runde zählten die Aschbacher zum
erweiterten Favoritenkreis und erzielten auch einige beachtliche
Ergebnisse. So nahmen sie dem späteren Meister SG Mitlechtern/Lörzenbach
die ersten Punkte nach elf Spieltagen ab und gewannen in der Rückrunde
beispielsweise beim Zweiten VfR Bürstadt. Es fehlte jedoch an der
Konstanz, sodass am Ende nur Platz fünf heraussprang.
Dass dies aber nicht an Michael Weihrauch lag,
unterstreicht sein Coach, der für seinen Führungsspieler voll des Lobes
ist. "Er ist von seinem Auftreten her ein absolutes Vorbild, ob es bei
der Trainingsarbeit oder im Spiel ist. Er versteht es, die Mannschaft
mitzureißen und ist von daher schon immer mein Spielführer", hebt
Flächsenhaar hervor.
Weihrauch ist technisch enorm beschlagen, überzeigt
aber auch durch seine Laufstärke. "Was der an Metern macht in einer
Begegnung, ist schon enorm", sagt Flächsenhaar. Zudem ist er sehr
spielintelligent, kann sich schnell auf Spielsituationen einstellen und
seine Mitspieler dementsprechend dirigieren. "Dazu kommt seine
Torgefährlichkeit, 23 Stück in der abgelaufenen Runde sind für einen
Mittelfeldspieler schon ein mords Klotz", macht der Trainer deutlich,
wie wertvoll Michael Weihrauch für das Spiel des TSV ist.
Der zweite Aufstieg soll kommen
In der kommenden Runde soll nun der zweite Aufstieg in
seiner Laufbahn in Angriff genommen werden. Angesichts Verstärkungen wie
Torjäger Markus Knapp (FC Ober-Abtsteinach), Rückkehrer Carsten
Weihrauch, ein Cousin von Michael, und Timo Riebel von der SG
Wald-Michelbach sowie Dennis Fink von der SG Affolterbach/Wahlen gelten
die Aschbacher als ein heißer Kandidat auf die Meisterschaft. Das sieht
auch Michael Weihrauch so. "Wenn wir nicht mit dieser Mannschaft den
Aufstieg schaffen, mit welcher dann?", fragt er sich.
Die Rückkehr in die Kreisoberliga hat ihm Andreas
Keinz mit dem VfR Bürstadt gerade erst vorgemacht. Der torgefährliche
Mittelfeldspieler wurde in unserer Rangliste auf den zweiten Platz
gewählt. Die weiteren Plätze werden wieder von Odenwälder Fußballern
belegt. Auf Position drei folgt mit Stefan Wagner der Führungsspieler
der TG Trösel, der die Gorxheimertaler zur neuen Saison aber verlassen
hat. Seine Lücke wird für Trainer Tobias Bernert kaum zu schließen sein,
schließlich konnte der spiel- und zweikampfstarke Wagner schon
höherklassige Erfahrung vorweisen. Ebenfalls unter die ersten Fünf haben
es zwei Mittelfeldspieler des Meisters SG Mitlechtern/Lörzenbach
geschafft. Julian Rettig ist einer aus der jungen Garde, der auf der
linken Außenbahn dank seiner Technik und seiner enormen Dynamik viel
Torgefahr ausstrahlt. Hinter ihm rangiert der Routinier der SG, Michael
Gruß, der in der Kreisoberliga ein wertvoller Spieler sein wird.
Quelle: OZ vom 13.07.09 |