TSV 1896 Aschbach
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Ein echter "Starkenburgianer" für den TSV Aschbach: Der Heppenheimer Udo Becker übernimmt das Traineramt.

Udo Becker setzt in der Defensive an

Groß umgewöhnen müssen sich die Fußballer des TSV Aschbach nicht, wenn sie künftig ihren Trainer rufen: Auf Udo folgt wieder Udo. Der Heppenheimer Udo Becker (45) übernimmt in der kommenden Saison das Traineramt beim Kreisoberligisten. Nachdem der langjährige Coach Udo Flächsenhaar sein Amt niedergelegt hatte, führen derzeit noch die beiden Spieler Michael Weihrauch und Manuel Fink als Interimstrainer die Saison zu Ende.

Udo Becker, der immerhin acht Jahre Trainer bei Starkenburgia Heppenheim war und zuvor als Spieler in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld seinen Mann bei den Kreisstädtern stand, kennt den TSV Aschbach schon lange - und umgekehrt. Beide Seiten waren sich nach einem Gespräch schnell einig geworden.

Bekannte Gesichter

"Es ist schön, dass im TSV-Spielaussschuss mit Marco Weihrauch, Bernd Jäger oder Achim Getrost Leute sind, gegen die ich früher selbst noch gespielt habe", sagte Becker, der sich auf Anhieb wohl fühlte. Das beruht auf Gegenseitigkeit, wie Marco Weihrauch bestätigt: "Für Udo Becker gab es immer nur Heppenheim. Ich denke, dass er als Vereinsmensch sehr gut zu uns passt. Beim TSV wird die Kameradschaft groß geschrieben." Dass der Zusammenhalt manchmal Berge versetzen kann, zeigen gerade die Leistungen der Spieler nach dem Rücktritt von Udo Flächsenhaar. "Bis auf das 1:5 gegen die Starkenburgia, was immer mal passieren kann, stimmen die Ergebnisse. Wir haben viele Verletzte und trotzdem steht die Mannschaft stabil", freut sich Marco Weihrauch.

Udo Becker legte in dieser Saison eine Pause ein, nachdem die Starkenburgia Harald Franck zum Cheftrainer befördert hatte. Die freie Zeit tat ihm gut, meint Becker, doch es habe wieder gejuckt: "Wenn man sonntags schon immer Fußball hatte, fehlt einem etwas." Als Zuschauer schaute sich Becker einige Spiele an, "aber nur dort, wo es nicht gebrannt hat." Er mochte es nicht, gleich als neuer Trainer gehandelt zu werden, wenn er sich nur irgendwo auf dem Sportlatz blicken ließ: "Das ist für den Trainerkollegen nicht schön und auch mir unangenehm."

Die Fahrt in den Überwäld nimmt Becker für die "reizvolle Aufgabe" gerne in Kauf: "Ein Arbeitskollege fährt jeden Tag von Hammelbach nach Bensheim. Da habe ich mir gedacht, dass ich auch dreimal in der Woche ins Training nach Aschbach fahren kann."

In der Kreisoberliga etablieren

Die Vorgabe des TSV Aschbach an den neuen Mann wird sein, die Mannschaft auf Dauer in der Kreisoberliga zu etablieren. Man darf angesichts der tollen Saison nicht vergessen, dass die Überwälder erst wieder aufgestiegen sind. und manchmal ist ja das zweite Jahre am schwersten.

"Wir haben viele junge Spieler, die gerade im taktischen Bereich noch viel lernen können", meint Marco Weihrauch. Konkreter wird da schon Udo Becker. "Aschbach hat eine überragende Offensive. Aber 66:67 Tore sprechen eine deutliche Sprache. Es ist leichter, mit der Mannschaft gemeinsam die Defensive zu stärken, als sich irgendwo Torjäger zu suchen", weiß Becker, wo er die Hebel ansetzen muss. Natürlich wecke die starke Saison, derzeit Platz sechs, sogar noch mit Kontakt zum Relegationsplatz, eine Erwartungshaltung. Becker: "Das ist ein Maßstab, und ich will nicht schlechter sein."